Get Alle, nicht jeder: Einführung in die Methoden der Demoskopie PDF

By Elisabeth Noelle-Neumann

ISBN-10: 3540225005

ISBN-13: 9783540225003

Warum kann guy bereits wenige Tage vor einer Bundestagswahl auf ein bis zwei Prozent genau voraussagen, wie die Bev?lkerung w?hlen wird? Wie ist es m?glich, wenige hundert Menschen zu befragen und daraus zu schlie?en, wie eighty Millionen Deutsche denken? Dieses Buch beschreibt gr?ndlich und dennoch leicht verst?ndlich, wie eine Repr?sentativumfrage entsteht. Schritt f?r Schritt wird anhand von echten Beispielen aus der Praxis erl?utert, welche Logik hinter den Umfragen steckt, wie die Befragten ausgew?hlt werden, wie guy die richtigen Fragen stellt und die Ergebnisse auswertet. Alle, nicht jeder zeigt, wie die angeblichen "Geheimrezepte" der Demoskopen funktionieren und wie guy gute, verl?ssliche Umfragen von schlechten unterscheiden kann. F?r die vierte Auflage wurde der textual content gr?ndlich ?berarbeitet und unter Ber?cksichtigung der neuesten Kommunikationstechniken aktualisiert.

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Es war mehr ein Zufall, daß entdeckt wurde, daß Karl der Große (747–814) mehrere Umfragen durchgeführt hat, deren Fragebogen und Antworten erhalten geblieben sind. Der Kaiser hatte den Bischöfen des Reiches standardisierte Fragelisten geschickt, um vergleichbare Antworten zu bestimmten kirchlichen Streitfragen zu erhalten, hat in gewissem Sinne auch recht: Denn daß sich gerade dieser Mann getötet hat und nicht sein Nachbar, erklärt sich vielfach aus solchen Motiven. Aber daraus erklärt sich nicht, daß es überhaupt Menschen gibt, die sich töten, und es erklärt nicht, daß in jeder Gesellschaft in einem bestimmten Zeitraum eine bestimmte Zahl von Menschen Selbstmord begeht.

Im statistischen Bereich wird bei allen Menschen einzelnes betrachtet. ) in der Phase der Einführung der Demoskopie auch die Begriffe Einzahlbereich und Mehrzahlbereich vorgeschlagen, um eine Unterscheidung bewußt zu machen, an die wir nicht gewöhnt sind. Diese Unterscheidung hat sich aber nicht durchgesetzt, und zwar auch darum nicht, weil eine grundsätzliche Diskussion über Demoskopie bisher nicht stattfand. Vgl. dazu Elisabeth Noelle-Neumann: Anmerkungen zu L. v. Wieses Rezension. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie, 6, 1953/54, S.

Vor allem S. 154-160. 39 Aber auch diese Tatsache sieht man allgemein – und besonders als Gebildeter – mit beträchtlichem Mißtrauen an. – Das affektive, selbst wissenschaftliche Untersuchungen störende Verhältnis zur »Masse«, zur »Mehrzahl« überhaupt, fände damit in dem in einer Kulturgesellschaft durchaus verständlichen Unbehagen gegenüber dem Instinkt, dem Triebhaften ganz allgemein seine Erklärung. Ist Statistik oberflächlich? Zu den bisher erwähnten Ursachen des gefühlsmäßigen Unbehagens gegenüber der demoskopischen Methode tritt noch eine weitere hinzu, die allerdings mehr eine Art intellektuellen Unbehagens hervorruft: Die Umfrageergebnisse – wie allgemein die Befunde im Mehrzahlbereich – haben etwas Stückhaftes an sich, was sich leicht aus der Methode erklärt, bei der nur weniges scharf gefaßt werden kann und von allem anderen abstrahiert wird; dieses Stückwerk befriedigt nicht das geistige Bedürfnis nach Ganzheit, nach vollem Verstehen und Umfassen.

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Alle, nicht jeder: Einführung in die Methoden der Demoskopie by Elisabeth Noelle-Neumann


by George
4.3

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